Archiv für den Monat: Dezember 2014

Kompetenzen – unsere Überlegungen in 2014

Es ist der 30. 12. 2014, und ich räume den Schreibtisch auf. Dabei fällt mir eine Liste in die Hand, welche Kompetenzen wir mit dem Studiengang erreichen wollten. Diese sei hier dokumentiert, mögen die späteren Absolventinnen und Absolventen kommentieren, ob die Ziele vernünftig waren - und wenn ja, ob sie erreicht wurden.

Berufliche Orientierung

Drei Ausprägungen denkbar:
  • Unternehmer/in (vgl. Persona Marc und Steffi)
  • Angestellte in Unternehmen (Ziel Care Company) (vgl. Persona Seda)
  • projektorientiertes selbständige Arbeiten (Ziel Cloud Worker) (vgl. Persona Robert)

Zu den Unterschieden Care Company und Cloud Worker vgl. Studie FhG-IAO "Arbeitswelten 4.0, pointierte Zusammenfassung als 5-Minuten-Video: https://www.youtube.com/watch?v=2A_SJdH2Iw8

Fachkompetenz

  • T-Shaped, also Generalisten mit einem auszubauenden Spezialistentum. Bewusst KEINE reinen Spezialisten, weil die nicht in die später interdisziplinären Team passen.
Zu dem Begriff T-Shaped vgl.: http://www.penova.de/2013/01/t-shaped-professional/ Betriebswirtschaftliche Kompetenz:
  • einmal ein komplettes Grundlagenbuch begriffen haben - alle Bereiche eines Unternehmens, wirtschaftliches Handeln etc.
  • Besonderheiten von Produkten und Märkten der Netzwirtschaft verstanden haben
  • Idee für Kostenrechnung z. B. Springer-E-Book aus Bibliothek: "Angewandtes Rechnungswesen"
  • für berufliche Orientierung Selbständigkeit auch: Grundlagenwissen für Selbständige

IT-Kompetenz

  • Kompetent genug, um mutige Ideen für neue Anwendungen zu entwickeln, aber bescheiden genug, um das nicht selbst zu machen, sondern Experten einzubinden.
  • Wissen, welche Kompetenz benötigt wird und wie komplex oder wie einfach das ist.
  • IT-Kompetenz: Stellenanzeige Immoscout: "Leidenschaft für neue Internettechnologien und die Entwicklung neuer Lösungen"

Medienkompetenz: 

  • Motivation und Wissen, neue Anwendungen zu finden, auszuprobieren und ggf. zu nutzen. 

Lernkompetenz: 

  • Fähigkeit zu erkennen, was "on the fly" dazu gelernt wird, wo man sich regelmäßig mit beschäftigen muss, und wo man ein Lernprojekt draus machen muss.

Methodenkompetenz: 

  • aus einer Stellenanzeige: "Ausgezeichnete konzeptionelle wie auch analytische Fähigkeiten, Kreativität und eine schnelle Auffassungsgabe", "zielorientierte Vorgehensweise"

Selbstkompetenz: 

  • aus einer Stellenanzeige: "hohes Maß an Eigeninitiative" "sehr gute Kommunikationsfähigkeit und Spaß an agiler Teamarbeit"
Auf dem Studiengangsentwicklungsworkshop im September 2014 entstand eine große Liste auf Metaplanwänden, Diese sei hier auch dokumentiert:

Future Skills - Welche Kompetenzen sollen unsere Absolventen erreicht haben?

Arbeitsmotto: "Act Connected"
Fachkompetenzen
Grundlagen BWL, Schwerpunkte: internetbasierte Versionen
Recruiting, digitale Identität erstellen und verwalten
Geschäftsmodelle
Funktionsweise von Märkten verstehen
Strategien verstehen, Kundenbedürfnisse
Wettbewerbsprozesse und Beschränkungen kennen
Marketing, Onlinemarketing, Digitalisierung und Strukturwandel, Güterarten
Business cases erstellen
Budgetieren, Forecasten
Reporting / Tracking
Kalkulieren, Preise festlegen
Operatives und strategischesControlling
Kostenrechnung Basics
"Miss es oder vergiss es"
KPIs verstehen und entwickeln
Innovation und Investition, Finanzierung
IT Basics, e-business basics, Nutzerzentrierung, SW Basics, HTML CSS Basics, Web-Analyse, Innovationsmanagement
Softwarekenntnisse (Excel, Präsentation)
Suchmaschinen, komplexe Softwarelösungen und -technologien, Beschreibungen von Anforderungen an Softwaresysteme
Markt- Medienforschung, Aktuelle Medienlandschaft & Geschichte und Wirkung von Medien, Big Player und Gesellschaft
Mathemodul Statistik, Kaufmännisches Rechnen, Rechnungswesen und Steuern
Business Analytics: Suchmaschinen und Suchmaschinenoptimierung
Wissen, woher man Daten bekommt
Wissen über die Branche
Angewandtes Englisch (Situationen in der DigW)
Online-Recht, Möglichkeiten und Grenzen, z.B. Marken- und Patentamt
Softwaretechnologien und ihre potenzielle Nutzung aus fachlicher Perspektive
Ausgewählte und angewandte Aspekte auch auf englisch
Digitale Interaktion
Recherche (DMP)

Soziale / Selbstkompetenz

Psychologie digitaler Arbeitsprozesse, Führung in komplexen digitalen Prozessen
Selbstmanagement (Arbeitsfähigkeit erhalten, Burnout-Prophylaxe, Umgang mit Entgrenzung)
Teamkompetente Kommunikation und Teamarbeit
Managementmodelle (auch neue Ansätze)
Selbstbild und -wissen
Konfliktfähigkeit
Konzeptionelles Denken
Design
Ethik und soziale Verantwortung
Fairplay
Eigeninitiative
Innovationsdenken
(auch auf Englisch)
Management beraten
(Inter)Kulturelle/ -nationale Kommunikation (Projektarbeit?)

Methodenkompetenz

Wiss. Arbeitsmethoden
Englisch für Wirtschaft / IT / Social Media
Präsentieren (kurz, medienintegriert, international, auch auf Englisch (TED, Elevator Pitch...)
Designkompetenz
Analytische Kompetenz
Projektmanagement
Externe DL, Projektarbeit mit ITlern (fachfremden Stakeholdern)
Komunikation und Vermittlung
Moderationstechnik
Recherchieren
Konzentriert fundiert analysieren
Auswahlkriterien von Personalern bzw. be freiberuflern kennen
Methoden wiss. Arbeiten
Standard IT (Office, Presentation) + Design
eCRM / vertriebsorientierte Kommunikation
Zeitmanagement
Fragestellungen zu Big Data (anwendungsbezogen)
Kreativitäts- und Medienmethodik
Netzwerk- und Prozeßdenken
Gamification
Wissenstransfer
Fallstudienarbeit (auch auf Englisch)
 

Tutorial zur Proxyservereinstellung für Zugriff über HRZ-Account vom Homeoffice aus

ACHTUNG - geht nur mit aktivem Beuth-HRZ-Account - also nur für Beuth-Studierende bzw. Beuth-Lehrbeauftragte und Beuth-Mitarbeiter! Da ich selbst meist im Homeoffice arbeite, aber immer wieder vergesse, wie das mit der Aktivierung des Proxyservers geht, damit ich auf meine Lieblingsdatenbanken der Bibliothek zugreifen kann (Springer-E-Books und Statista), hier das Tutorial von mir dazu: Proxyserver aktivieren und deaktiveren. Logo Statista Logo Springer

Mit Hochschulaccount kostenlosen Volltextzugang zur ACM Digital Library der Association for Computing Machinery

Die ACM Association for Computing Machinery, gegründet 1947, gilt als eine der ersten wissenschaftlichen Vereinigungen im Themengebiet der Informatik. Eine Aufgabe ist die Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse und die Durchführung von Tagungen und Konferenzen. In der Digital Library (digitale Bibliothek) werden die entstandenen Publikationen zurückreichend bis zur Gründung entgeltlich online zur Verfügung gestellt. Die Beuth Hochschule hat einen Lizenzvertrag mit der ACM geschlossen, so dass alle Publikationen Mitgliedern der Beuth Hochschule als Volltext kostenlos zur Verfügung stehen. Hier die Liste der Datenbanken mit Lizenzzugriff: http://www.beuth-hochschule.de/1008/ Vor der Recherche muss man sich natürlich mit dem Beuth-Account einloggen, das man nur erhält, wenn man immatrikuliert ist. Dann geht das aber auch von zu Hause - wie auch bei den e-books - mit aktiviertem Proxyserver.

Data Science-Forschung an der Beuth

Im Zuge des Aufbaus des Studiengangs haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie wir das Thema "Data Science" - durch die Presse eher unter dem Schlagwort "Big Data" bekannt - in den Studiengang BWL-Digital einfließen lassen können. In Diskussionen mit dem Data Science Kompetenzteam an der Beuth Hochschule, schwerpunktmäßig bestehend aus dem Kollegen Prof. Dr. Patrick Erdelt vom Fachbereich II Mathematik und den Kollegen vom FB VI, Prof. Dr.-Ing. habil. Alexander Löser, Prof. Dr. Stefan Edlich und Prof. Dr. Petra Sauer, und uns von der Ausbildungskommission wurde klar: Das ist ein interdisziplinäres Thema, das sehr viel betriebswirtschaftliches UND informationstechnisches Wissen voraussetzt. Es kann also nicht darum gehen, angehende Betriebwirte dahingehend auszubilden, die Zusammenführung der Daten und die Abfragelogiken selbst zu erstellen. Aber sie müssen in der Lage sein, die richtigen Fragen zu stellen, mit Mathematikern und Informatikern die Analysemöglichkeiten zu erproben, um anschließend mit den richtigen Kennzahlen kluge marketing- und produktpolitische Entscheidungen zu treffen und die Annahmen mit der Wirklichkeit kritisch zu prüfen. Für das notwendige IT-Wissen, um mit den o.g. Disziplinen gut zusammen arbeiten zu können, weil man eine gemeinsame Sprache spricht, dient insbesondere das Modul "Business Intelligence" im 4. Semester. Vorher wurden im 2. Semester Grundlagen der Statistik von den Mathekollegen gelegt, im 3. Semester dient das Modul "Empirische Forschungsmethoden" dazu, gute Fragen zu entwickeln. Im Modul "E-Commerce-Challenge" im 5. Semester werden wir dann sehen, was sich schon von dem Erlernten einsetzen lässt. Und spätestens im 6. Semester im Modul "Medienrecht", in dem das Thema Datenschutz auch fest verankert ist, kann kritisch geprüft werden, was man davon eigentlich gesellschaftlich will - und was nicht. Hier übrigens die Informationen des Forschungsteams "Data Science" an der Beuth Hochschule: http://projekt.beuth-hochschule.de/data-science.    

Messen der Digitalen Wirtschaft & Gesellschaft in Berlin

Gehe gerade den Messekalender 2015 durch. Berlin verlassen muss man ja nicht, bei dem Thema digitale Wirtschaft und Gesellschaft. Der Reigen beginnt im Januar 2015 mit der jährlich stattfindenden OMNICARD, eine mit knapp 2.000 Euro ziemlich teuren Fachkonferenz mit Ausstellungsbereich im Luxushotel Esplanade. Wie der Messename schon andeutet geht es schwerpunktmäßig um Chiptechnologien, und dadurch natürlich auch viel um die Themen eSecurity, ePayment, eGovernment und Industrie 4.0. Scheinbar lässt es sich gut verdienen in dem Geschäft, so dass sich jährlich eine solch teure Veranstaltung als Networkingtreffen der Macher in diesem Geschäftsbereich etablieren konnte. Vom 29. 01. - 03. 02. 2015 folgt die Transmediale, eine Veranstaltung im Haus der Kulturen der Welt mit Festivalcharakter - und mit 90 Euro Early Bird Ticket richtet sich der Kongress an ein völlig anderes Publikum als die oben beschriebene. Wie auch der Veranstaltungsort schon andeutet, geht es um eine gesellschaftskritische und künstlerische Auseinandersetzung mit der digitalen Welt. CAPTURE ALL lautet der diesjährige Titel, sehr passend zum NSA-Skandal, und auch dazu, dass "der Allmächtige Google" nicht wegen seines Algorithmus von Wettbewerbern uneinholbar zu sein scheint, sondern wegen seiner gigantischen fortdauernden Datenspeicherung. Es folgt der Monat März und damit der zentrale Event der Online-Marketer in Berlin, die CAMPIXX WEEK mit integriertem SEO CAMPIXX vom 09. - 15. 03. 2015. Habe mich gerade für den 13. 03. angemeldet zum "Inbound-Day". Veranstaltungsort ist das Konferenzhotel am Müggelsee, und die Preise liegen für ein Tagesticket bei 149 Euro. Es gibt logischerweise Rabatt, wenn man mehr Workshops und Networkingtreffen haben will. Im April (23. - 24. 04. 2015) dann die NEXT Berlin. Diese Fachkonferenz für Entscheider und Gründer der E-Economy wird bereits zum zehnten Mal von der Digitalagentur SinnerSchrader ausgerichtet, und es werden wohl wieder fast 2.000 Teilnehmer bei den mit internationalen E-Business- und Online-Marketingexperten besetzten Workshops dabei sein. Alles auf Englisch, denke ich. Ich habe soeben den Newsletter abonniert, da das Programm noch nicht online ist. Im Mai (02. - 09. 5.) geht es weiter mit der Berlin Web Week, die zum 8. Mal in Berlin tagt. In 2014 fand die Veranstaltung noch zeitgleich mit der NEXT Berlin statt, aber scheinbar gibt es so viele Themen, dass sich die zwei Veranstaltungen getrennt haben. Themen sind Internet, digitale Wirtschaft, Start-ups und digitale Medien. Die re:publica ist zeitlich integriert (06. - 08. 05. 2015). Nach eigenen Aussagen ist es "Ziel der Veranstaltungen [...], die digitale Szene Europas sichtbarer zu machen, mitzugestalten und weiterzuentwickeln". Das Programm ist noch nicht online. Vermutlich auch im Mai - aber der Termin ist auf der Webseite noch nicht veröffentlicht, findet die Relaunch-Konferenz für Webseitenentwickler statt. Genauso ist der meist Ende Mai stattfindende Online-Marketing-Gipfel, der vom Management-Forum (Handelsblatt) veranstaltet wird, noch nicht terminiert. Nun kommt die Messe-Sommerpause. Erst im Herbst geht es wieder weiter - mit Inspirationen von Neuentwicklungen von der IFA im Messegeländer, dieses mal vom 04. - 09. September 2014. Im Oktober (07. - 09. 10. 2015) findet der Etailment Summit, eine Messe für Online-Handel, statt. Letztes Jahr war sie am alten Flughafen Tempelhof. Save the Date, mehr gibt es noch nicht dazu im Netz. Und dann folgt vom 02. - 04. Dezember 2015 noch die Online-Educa 2015, auf der Kollegin Prof. Dr. Ilona Buchem und ich beide schon Referentinnen waren zu den Themen Social Learning und Geschäftsmodelle für Bildungsportale. Dieses Jahr schon zum 21. mal! Tja, die digitale Wirtschaft kommt in die Jahre. So, und jetzt steht gleich eine feine Entenbrust auf dem Tisch - natürlich freilaufend und only one for two ;-). Es grüßt aus der Weihnachtszeit, Anne König.